Willebadessen (red). Am 23. April ist in einem Waldgebiet bei Willebadessen ein Wolf fotografiert worden. Der Wolf querte kurz nach Mitternacht eine Waldlichtung und wurde dabei von einer Wildkamera erfasst. Ein zweiter Wolfsnachweis gelang am 24. April bei Rietberg im Kreis Gütersloh. Kurz nach 20 Uhr beobachteten Anwohner einen Wolf und konnten das Tier mit einer Handykamera filmen. Fotos und Filme wurden vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) begutachtet. Die Beobachtungsorte wurden von Wolfsberatern nach weiteren Spuren abgesucht. Über die Identität der beobachteten Wölfe ist bisher nichts bekannt. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um durchziehende Jungwölfe. Zurzeit werden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Im Wolfsgebiet Senne und der dazugehörenden Pufferzone wird daher dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23. März können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden. Informationen zu den Fördermöglichkeiten, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne und den Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw/