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Sonntag, 16. Juni 2024 Mediadaten
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Stephan Rumphorst lebt seit 2021 in der Warburger Altstadt.
Warburg (red). Bei Stephan Rumphorst dreht sich alles um Theater. Um Schauspiel und Kultur. Um Begegnungen von Menschen. Von Kulturen. Um Räume dafür. Egal, wie jung oder alt, wie groß oder klein, aus welcher Ecke der Welt: Der 52-Jährige ist nicht nur der Regisseur des aktuellen Erwachsenenstücks „Sherlock Holmes – Tod im Nebel“ auf der Bökendorfer Freilichtbühne oder der Initiator des Sommer-Filmdrehs zu „Romeo und Julia“ mit der Warburger Bürgerbühne: Er ist auch der Macher hinter dem Kinderprogramm beim Bunten Fest in Warburg am Samstag, 8. Juni, ab 11 Uhr auf und rund um den Warburger Neustadt-Marktplatz. Und dafür, so erzählt der freiberufliche Regisseur, Schauspieler und Bildungsreferent beim Kaffee in der Altstadt, dafür öffnet sogar das Pennig-Haus seine Türen. Für Märchen und Mythen. Von den „drei Brüdern“ in zwei Sprachen über die Sagen der Drachen vom Desenberg bis zu den bekannten Brüdern Grimm.
 
So hat er das Programm fürs Kinderfest zusammengestellt. Es steht unter der Überschrift „Heimat zwischen Tradition und Wandel“ und wird organisiert unterm Dach des Kulturforums und gefördert vom NRW-Heimatministerium über den „Heimat-Scheck.“ Wichtig ist die Form, aber noch wichtiger ist der Inhalt – und dafür hat sich der Altstädter eine Menge einfallen lassen, und seine Kontakte genutzt, inklusive einer Überraschung – ein bekannter Warburger auf Stelzen.
„Immer zur vollen Stunde verwandelt sich das Pennig-Haus in eine Märchenbühne“, sagt Stephan Rumphorst und betont, dass viele Märchen und Geschichten kultur- und länderübergreifend seien: von der Sintflut mit dem Land verheißenden Vogel in der Bibel, die in vielen Kulturen erzählt werde, bis zu Grimms Märchen wie Aschenputtel, dessen Motive sich neben Frankreich auch in Ägypten, Iran oder China wiederfinden ließen. „Über die Märchen kommen sich die Menschen näher.“ Das sei schließlich auch Anliegen dieses Bunten Festes in Warburg. Man könne mit einem Wildfremden über etwas Märchenhaftes reden, weil man gleiche Erfahrungen gemacht habe. Und: Angesichts des großen Konzertprogramms für Erwachsene auf der Bühne des Neustadt-Marktes war es ihm wichtig, auch ein Angebot zu haben, das besonders die Kinder anspricht. Gesagt – getan.
 
Während das Pennig-Haus zum Ort der Märchen wird, gibt es davor für die Familien Mitmachstände, Stelzenläufer, Kinderschminken, Aktionsangebote. Und eine riesige Wand zum Thema Heimat soll entstehen, kündigt er an. Und ergänzt schmunzelnd: „Kinder sind ein ganz direktes Publikum. Denn bei Kindern geht Theater über Gefühl, weniger übers Denken. Erwachsene sagen: Das muss Kunst sein, da muss ich jetzt leise und aufmerksam sein. Kinder sind ganz ehrlich. Bei ihnen lernt man, Spannung aufrecht zu halten.“ Und: Jeder lerne über Geschichten und Märchen, da ist sich der Warburger ganz sicher: „Nicht nur die Sprache, sondern auch die Werte und das, was wichtig ist im Leben.“ Besonders liegt ihm die Atmosphäre am Herzen, in dem Theater, Kultur für Kinder stattfinden: im Kleinen statt im Großen.
Rumphorst, seit 2021 in Warburg zu Hause („ein tolles Pflaster, was Theater angeht“), kennt die Strukturen in der Region und ist gut vernetzt. Er war unter anderem 1991 als Zivi in Hardehausen, hat in Paderborn Soziale Arbeit studiert (Diplom-Sozialpädagoge), war beim Jugendkulturfest Ausdrucksstark, auf der Hegge, beim Sommer- und Wintertheater „Klostermanns Hütte“ in Hardehausen und und und. Seine Schauspielausbildung erhielt er an der American Academy of Dramatic Arts in Los Angeles. Stationen waren unter anderem das Landestheater Eisenach (2012 bis 2014) als Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge, das junge Staatstheater Wiesbaden, das Landestheater Memmingen oder das Stadttheater in Naumburg und Lahnstein oder die deutsche Schule in Guatemala. Er bearbeitete Kinderbücher für die Bühne und arbeitete als Bildungsreferent für Theater und Soziales oder in der Festspielorganisation. https://stephan-rumphorst.de/
 
Das Programm
Los geht das Kinderprogramm beim Bunten Fest am Samstag, 8. Juni, um 11 Uhr – und zwar mit Grimms Märchen: „Es war einmal. . .“, aber neu erzählt von und mit Annette Hänning. Es folgen im Stundentakt bis 17 Uhr Warburger Mächen und Mythen mit Caro Schnückel, das Landestheater Eisenach mit „Die wilden Schwäne“ (ab sechs Jahren) oder „Die drei Brüder“ in arabischer und deutscher Sprache mit Malik und Alexandra. Das Angebot ist kostenfrei. Das Pennig-Haus wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung gestellt. Diese wird auch über das Sanierungsprojekt in dem Gebäude informieren.
 
Foto: Flörke
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