Hövelhof (red). Mit bemerkenswertem Engagement und viel Eigeninitiative haben vier Schüler der siebten Klasse der Franz-Stock Realschule in Hövelhof eine Spendenaktion zugunsten krebserkrankter Menschen und ihrer Angehörigen auf die Beine gestellt – und dabei beeindruckende 360 Euro gesammelt.
Stavros Kröber, Nimro Benjamin, Daniel Giesbrecht und Oskar Zitzke organisierten selbstständig eine Waffelbackaktion. Sie warben eine Teigspende ein und verkauften an einem Samstag in ihrer Freizeit frisch gebackene Waffeln im ELLI-Supermarkt. Der Einsatz zahlte sich aus: Zahlreiche Kundinnen und Kunden unterstützten die Aktion, sodass am Ende eine stolze Spendensumme zusammenkam.
Die Idee entstand im Rahmen eines Projekts im Englischunterricht. „Uns war wichtig, etwas Sinnvolles zu tun und besonders Menschen in einer schweren Zeit zu helfen“, erklärten die Schüler. Einer von ihnen hatte im familiären Umfeld bereits Berührungspunkte mit einer Krebserkrankung und den damit verbundenen Herausforderungen erlebt. Schnell stand daher fest, dass der Erlös an die Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Hoxter gehen sollte – die einzige Beratungsstelle dieser Art in den Kreisen Paderborn und Höxter.
Die Einrichtung bietet Betroffenen und ihren Familien kostenfreie Beratung, psychosoziale Unterstützung sowie Hilfe bei sozialrechtlichen Fragen an den Standorten Paderborn, Delbrück, Salzkotten, Warburg und Brakel an.
Mit Unterstützung ihrer Englischlehrerin Birgit Hesmer, des Klassenlehrers Andreas Ewerdwalbesloh und von Anthi Körber, der Mutter eines der Schüler, konnte die Spende nun offiziell übergeben werden. Anette von Portatius und Petra Grundwald-Drobner von der Beratungsstelle zeigten sich beeindruckt vom außergewöhnlichen Einsatz der Jugendlichen und dankbar für die Unterstützung.
Da trotz der grundlegenden Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen ein erheblicher Eigenanteil bei der Diakonie verbleibt, sind solche Spenden ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Angebots. Bei der Übergabe würdigte die stellvertretende Geschäftsführerin Brigitte Kaese die Aktion als starkes Zeichen für Solidarität und Mitmenschlichkeit – und als ermutigendes Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv für ihre Gemeinschaft einsetzen.
Foto: privat