Warburg (red). Warburg war Ende April Treffpunkt für Funkbegeisterte aus ganz Deutschland: Zum 45. Bundestreffen des IPA Radio Clubs kamen vom 23. bis 26. April rund 30 Mitglieder nach Warburg, zum Teil in Begleitung ihrer Partnerinnen und Partner, sodass insgesamt etwas mehr als 40 Personen am Programm teilnahmen. Tagungslokal war das Hotel Zeitgeist am Paderborner Tor.
Der IPA Radio Club ist die Interessengemeinschaft funkaktiver Mitglieder der International Police Association (IPA) in Deutschland. Das Bundestreffen verband die formale Mitgliederversammlung mit technischem Austausch, Funkbetrieb und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen Tätigkeitsberichte, organisatorische Entscheidungen und die Übergabe des Amtes „Chairman IPARC-DL / Sprecher zur IPA-DS“ von Horst Römer, DL1GBP, an Karl-Heinrich Gehlhaus, DG1YDX. Damit wurde beim Warburger Treffen auch personell ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Clubs vollzogen.
Besonders gefreut hat die Teilnehmer die Besuche hochrangiger Gäste aus IPA und Polizei. IPA-Präsident Philip Kurz stattete der Versammlung einen Besuch ab und unterstrich die Bedeutung des Amateurfunks für die Völkerverständigung. Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für das Bundestreffen in Warburg war zudem die Anwesenheit des Landrats des Kreises Höxter, Michael Stickeln, sowie des Abteilungsleiters Polizei, Polizeidirektor Karsten Koutsky. Beide machten in ihren Ansprachen deutlich, dass sie die IPA und insbesondere die Aktivitäten des IPARC als wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Leitgedankens „Dienen durch Freundschaft“ und zur internationalen Verständigung sehen.
Neben den offiziellen Beratungen prägte das Rahmenprogramm den Aufenthalt in der Hansestadt. Nach dem Tagungstag stand eine Stadtbesichtigung durch Warburg mit dem Stadtführer Hermann Ludwig auf dem Programm, bei der die Gäste die Geschichte und Besonderheiten der Stadt näher kennenlernen konnten. Daran schloss sich ein geselliger Jubiläumsabend im Gasthaus „Zur Alm“ an, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Raum für Gespräche und Begegnungen bot.
Am Samstag führte das Programm viele Teilnehmende weiter nach Kassel. Dort stand neben dem Besuch des FunkTags auch eine Führung durch die Bunkeranlage am Weinberg auf dem Plan, die als eindrucksvoller Programmpunkt in Erinnerung blieb.
Besonders großes Interesse fanden außerdem die ergänzenden Vorträge zu moderner, krisenfester Kommunikation mit LoRa-Mesh-Netzen wie MeshCore und MeshCom. Dabei wurde gezeigt, wie sich einfache, kostengünstige Geräte mit Methoden und Erfahrungen aus dem Amateurfunk verbinden lassen.
Gerade diese Verbindung von klassischer Funktechnik und neuen digitalen Anwendungen machte den Reiz der Veranstaltung aus. Die Spannweite reichte von traditioneller Betriebsart wie Morsefunk bis hin zu digitalen Verfahren, regionalen Mesh-Netzen und Funkkontakten über Satelliten.
Wegen des dichten Programms war die Funkstation während der Veranstaltung nicht durchgängig besetzt. Deshalb fielen auch die Logbucheinträge mit Funkverbindungen etwas geringer aus als in den Vorjahren; ebenso konnte die IPA-Runde am Donnerstagabend nicht aus dem Hotel-Shack durchgeführt werden.
Für die Zukunft will sich der IPARC noch sichtbarer aufstellen. Ziel ist es, Polizeibeschäftigte mit Amateurfunklizenz innerhalb und außerhalb der IPA auf den Club aufmerksam zu machen und sie für eine Mitarbeit oder Mitgliedschaft zu gewinnen.
Foto: Karl-Heinrich Gehlhaus