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Freitag, 08. Mai 2026 Mediadaten
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Beim großangelegte Innovationsfondsprojekt „LEX LOTSEN OWL“ soll die regionale Versorgungstruktur für Menschen nach einem Schlaganfall und bei Herzerkrankungen über begleitende Lotsinnen und Lotsen verbessert werden. Auf dem Foto von links: Vanessa Dreibrodt (Deutsche Schlaganfall-Hilfe), Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Sabine Heinemann, Leiterin der Abteilung Gesundheitsvorsorge beim Kreis Höxter, Cornelia Pätzold (Koordinationsbüro Paritätischer Wohlfahrtverband) sowie die Schlaganfall-Lotsinnen Irmhild Schmidt und Angela Winzmann.

Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter unterstützt das großangelegte Projekt „LEX LOTSEN OWL“ der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Bei dem in der Erprobung befindlichen Modell soll die regionale Versorgungsstruktur für Menschen nach einem Schlaganfall und bei Herzerkrankungen über begleitende Lotsinnen und Lotsen verbessert werden. Während der 21. Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter wurde das Konzept vorgestellt und die Unterstützung des Kreises Höxter mit einer Absichtserklärung offiziell bestätigt. Dabei ist es das Ziel des Projekts, Patientenlotsen in der Regelversorgung zu etablieren. 

Aus dem Kreis Höxter beteiligen sich die Kreisgruppe Höxter „Der Paritätische NRW“ und das St. Ansgar Krankenhaus der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) als Kooperationspartner an dem Projekt.

Kreisdirektorin Manuela Kupsch: „Der Kreis Höxter unterstützt grundsätzlich das Ziel einer integrierten Patientenversorgung.“

„Ein Schlaganfall oder Herzerkrankungen stellen Betroffene und Angehörige auch in der Nachsorge vor große Herausforderungen. Wir wollen dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten nach dem Klinikaufenthalt eine verlässliche Orientierung und entsprechende Nachsorge erhalten“, hob Kreisdirektorin Manuela Kupsch hervor. „Dafür steht das Projekt und deshalb unterstützen wir ‚LEX LOTSEN OWL‘.“ Der Kreis werde sich fachlich einbringen und die Unterstützung vor Ort begleiten.

Vanessa Dreibrodt von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe stellte heraus: „Wir freuen uns sehr, dass der Kreis Höxter das Projekt ‚LEX LOTSEN OWL‘ offiziell unterstützt. Gemeinsam sammeln wir wertvolle Erkenntnisse, um Lotsensysteme langfristig in die Regelversorgung zu integrieren und die Versorgungssituation für betroffene Menschen und Angehörige weiter zu verbessern.“

Dr. Ronald Woltering, Fachbereichsleiter Gesundheits- und Veterinärwesen beim Kreis Höxter, hob im Zusammenhang mit dem Innovationsfondsprojekt hervor: „Eine enge Begleitung hilft Menschen nach einem Schlaganfall, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.“

Im Kreis Höxter ist die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) mit dem St. Ansgar Krankenhaus und der Abteilung Neurologie sowie der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Projekt beteiligt. Die Kreisgruppe Höxter des Paritätischen NRW koordiniert über ein Lotsenbüro die Zusammenarbeit vor Ort. „Unsere Lotsinnen und Lotsen unterstützen in allen Versorgungsphasen – von der Klinik über die Rehabilitation bis in den häuslichen Bereich. Dabei soll die Hilfe nahtlos bei den Betroffenen ankommen“, berichtete Cornelia Pätzold vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Sabine Heinemann, Abteilungsleiterin Gesundheitsvorsorge beim Kreis Höxter, stellt zum Projekt „LEX LOTSEN OWL“ fest: „Vorhandene Angebote werden vernetzt und sinnvoll durch das Lotsensystem ergänzt. Dabei geht es nicht nur um medizinische Fragen, sondern ebenso um soziale, organisatorische und emotionale Themen. Schlaganfall- oder Herzpatienten erhalten im Kreis Höxter so eine umfassende Unterstützung während und nach ihrem stationären Aufenthalt.

Lotsinnen und Lotsen leisten empathische Hilfe

Im Kreis Höxter begleiten die Schlaganfall-Lotsinnen Irmhild Schmidt und Angela Winzmann sowie die Cardio-Lotsinnen Elena Kluger-Wiebe und Kirsten Falkenhain Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder bei Herzerkrankungen bis zu einem Jahr.

Die Lotsinnen helfen unter anderem dabei, medizinische Behandlungsprozesse zu koordinieren, gesundheitsfördernde Lebensstiländerungen umzusetzen und die Therapietreue zu stärken. So soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessert, weitere Krankenhausaufenthalte nach Möglichkeit vermieden oder verkürzt und die Kommunikation zwischen den Versorgungssektoren optimiert werden. „Unser Ziel ist es, den Betroffenen Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung zu vermitteln“, führte Schlaganfall-Lotsin Irmhild Schmidt während der Gesundheitskonferenz aus.

Lotsinnen und Lotsen sind in der Regel Fachkräfte aus der Pflege oder der Therapie, die Menschen nach einem Schlaganfall oder einer schweren Herzerkrankung bis zu einem Jahr begleiten und die Versorgung koordinieren.

„LEX LOTSEN OWL“ wird vom Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses mit rund sieben Millionen Euro gefördert. Das Projekt läuft seit Januar 2024 und ist zunächst bis Dezember 2027 befristet. Es wird von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe geleitet. „LEX LOTSEN OWL“ erprobt gemeinsam mit allen Kreisen in Ostwestfalen-Lippe, der Stadt Bielefeld und den Kliniken in OWL wie Patientenlotsen Teil der Regelversorgung werden können.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.lex-lotsen-owl.de 

Foto: Kreis Höxter

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