Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Sonntag, 16. Juni 2024 Mediadaten
Anzeige
Anzeige

Kreis Höxter (TKu). Am gestrigen Donnerstag fegte bis Abends Orkan „Zoltan“ mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde über den Kreis Höxter hinweg, hinterließ dabei eine Spur der Verwüstung und hielt die Feuerwehren im Kreis stundenlang in Atem, mit mehr als 50 Einsätzen. In Willebadessen stürzte ein Baum auf einen Zug. 200 Menschen saßen fest - verletzt wurde aber niemand. Besonders betroffen waren zahlreiche Bäume, die den starken Winden nicht standhielten und auf Straßen stürzten, die Fahrbahnen blockierten und zu umfangreichen Einsätzen führten sowie über die Ufer getretene Bäche und Flüsse. Die Feuerwehren im Kreis Höxter waren im Dauereinsatz, um den Folgen des Sturms Herr zu werden. Einsatzkräfte arbeiteten unermüdlich daran, die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien und die Verkehrswege wieder sicher passierbar zu machen. Im gesamten Kreisgebiet mussten Straßen temporär gesperrt werden, um die Aufräumarbeiten zu ermöglichen. Besonders betroffen waren die Stadtgebiete von Brakel, Nieheim und Steinheim sowie die Städte des Südkreises, insbesondere Warburg.

Warburg:

Im Stadtgebiet Warburg gab es mehrere Einsätze: Los ging es bereits Donnerstagmittag in Germete mit vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen. In Scherfede, Vogelar, drohte Wasser in die Keller zu laufen, in der Straße Schwarzer Weg drang bereits Wasser in ein Gebäude ein, ebenso in Ossendorf im Lehmweg. Wegen auslaufendem Gefahrgut durch einen Lkw-Unfall blieb die B7 in Scherfede für mehrere Stunden voll gesperrt. In Warburg wurde eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet. Umgestürzte Bäume mussten von der K11 bei Ossendorf und in der Straße Neues Tor in Warburg sowie in Scherfede Zur Walme beseitigt werden. Nicht anders sah es in den anderen Städten des Kreises Höxter aus.

Brakel, Nieheim und Steinheim:

In Nieheim wurde gleich fünfmal „Hilfeleistung 1“ ausgelöst wegen umgestürzter Bäume auf den Fahrbahnen der K1 bei Erwitzen, Am Kapellenberg in Nieheim sowie der L951 bei Himmighausen. Zu Hilfeleistungen bei Wasserschäden kam es in Nieheim Am Pohl und auf der L951 bei Oeynhausen, wo Wasser über die Straße lief. In Brakel schwoll die Nethe auf ein sehr hohes Maß an. Zu TH-Wasser-Einsätzen kam es in Brakel-Rieselin der Lingenstraße sowie auf der K50 in Istrup Fahrtrichtung Riesel. Umgestürzte Bäume verzeichnete die Feuerwehr Brakel auf den Straßen K50 Richtung Riesel, K18 Fahrtrichtung B252, in Erkeln auf der L863 Richtung Tietelsen und in Siddessen auf der Frohnhauser Straße. In Steinheim landete ein umgestürzter Baum auf der Detmolder Straße. In der Schiederstraße kam es zu einem Wasserschaden in einer Klinik. Auf der Ostwestfalenstraße gab es gleich mehrere umgestürzte Bäume zu beseitigen, wobei eine Person durch einen umgestürzten Baum verletzt wurde.

Höxter:

Aber auch in der Kreistadt Höxter und den Ortschaften stürzen Bäume um und versperrten das Wegenetz. Die Weser bei Höxter überschritt etwa gegen Mitternacht in der Nacht auf Freitag die Vier-Meter-Marke. Sie stieg von Donnerstagmittag bis Mitternacht um ganze 60 Zentimeter. Die Hochwasser-Meldestufe 1 liegt bei 4,40 Meter, die am Freitagmorgen erreicht wurden. Die Meldestufe 2 bei fünf Metern und die höchste Meldestufe liegt bei sechs Metern. Der aktuelle Weserpegel kann unter folgendem Link nachgesehen werden:

Aktueller Weserpegel: https://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=45300109#graphs?id=763633e7-3b4b-470a-978e-f9e456e4df7c

Willebadessen:

Zoltan legte am Donnerstagnachmittag nach 14 Uhr auch den Regional Express (RRX) von Warburg nach Willebadessen lahm, als ein umgestürzter Baum auf die Gleise und die Oberleitung fiel. In dem gestrandeten Zug befinden sich 220 Passagiere, die zwar im Trockenen, aber ohne Strom sind. Die Einsatzkräfte stehen vor einer komplexen Rettungsaktion. Matsch, bedingt durch den Dauerregen, und starker Wind erschwerten die Lage hieß es während des Einsatzes. Der Zugführer, nach einer Vollbremsung im Cockpit geblieben, sorgte sich um seine Passagiere. Die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst koordinierten zusammen mit dem Notdienst von National Express die Evakuierung und Betreuung der gestrandeten Reisenden. Einsatzleiter Jochen Behler erklärte, dass dies der größte Einsatz in diesem Umfang sei, den er je erlebt habe. Ein Schienenersatzverkehr wurde organisiert, doch die Rettung gestaltet sich schwierig aufgrund des anhaltenden Regens und Sturms. Auch andere umliegende Feuerwehren unterstützten bei dem Abtransport der Passagiere mit Mannschaftstransportfahrzeugen zur Stadthalle in Willebadessen, wo sie mit heißen Getränken versorgt wurden.

Fotos: Thomas Kube

 

Anzeige
Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/Steinheim/Eckfeld/WIN_Premium_Eckfeld.gif#joomlaImage://local-images/Steinheim/Eckfeld/WIN_Premium_Eckfeld.gif?width=295&height=255