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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Samstag, 06. März 2021 12:48 Uhr
Der Inzidenzwert im Kreis Höxter liegt aktuell bei 39,928
Freitag, 05. März 2021 15:55 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 3.931 (+11) laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst. Davon gelten 3.667 (+6) Personen als genesen und 137 (+5) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet war, ist verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 127 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben. Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut 48, 485 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 64 (+3) 
  • Beverungen 5 (-1)
  • Borgentreich 2 (0) 
  • Brakel 26 (+3) 
  • Höxter 15 (+2) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 3 (0) 
  • Steinheim 3 (0) 
  • Warburg 10 (0) 
  • Willebadessen 8 (-1)
Freitag, 05. März 2021 15:52 Uhr

Nordrhein-Westfalen (red). Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine neue Corona-Schutzverordnung erlassen. Diese tritt ab kommenden Montag, 8. März, auch im Kreis Höxter in Kraft. Unter anderem sehen die Beschlüsse eine schrittweise Öffnung vieler Bereiche des öffentlichen Lebens vor, wenn die Inzidenz in NRW dauerhaft niedrig bleibt. „Die Öffnungsperspektiven für den Einzelhandel und andere Branchen, die an die unterschiedlichen Inzidenzwerte geknüpft sind, begrüße ich sehr“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Wir werden mit dem Virus leben müssen und mittelfristig wird es unseren Alltag weiter bestimmen. Deshalb ist es jetzt wichtig, sich Gedanken über den Weg aus dem harten Lockdown zu machen. Schließlich geht es bei vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen um die Existenz.“ 

Landrat Stickeln betont dabei die Wichtigkeit, bei der Eindämmung des Virus weiterhin konsequent alle nicht notwendigen Kontakte zu beschränken. „Wir alle haben es selbst in der Hand. Die Pandemie verlangt von uns allen einmal mehr Solidarität – und zwar mit unseren Geschäftsleuten, Gastronomen, Hoteliers und Selbstständigen. Wenn es uns gelingt, die Inzidenz dauerhaft niedrig zu halten, dann ist das für unsere heimische Wirtschaft ein Lichtblick. Wir alle sind gefordert, daran mitzuwirken.“ 

Schnelltests 
Zudem haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder beschlossen, dass die nationale Teststrategie um Maßnahmen ergänzt wird, die bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden sollen. Unter anderem sollen allen asymptomatischen Bürgerinnen und Bürgern wird mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest einschließlich einer Bescheinigung über das Testergebnis ermöglicht werden. „Eine entsprechende Weisung des NRW-Gesundheitsministeriums in Bezug auf die konkrete Umsetzung dieser Maßnahmen steht derzeit noch aus. Wir überprüfen derzeit bereits mehrere Optionen, um die Umsetzung von Test-Angeboten zeitnah zu ermöglichen“, sagt Matthias Kämpfer, Leiter des Krisenstabes des Kreises Höxter.

Impfangebote für bestimmte Berufsgruppen 
Das Land NRW hat am vergangenen Montag den Impfplan für Priorisierungsgruppe 2 vorgestellt. Demnach wird es ab der kommenden Woche Impfangebote für diese Kategorie geben. Ab dem 8. März sollen folgende Gruppen ein Impfangebot erhalten: Kitabetreuerinnen und -betreuer, Kindertagespflegepersonen Lehrerinnen und -lehrer an Grund-, Förder- und Sonderschulen Polizisten mit direktem Kontakt zu Bürgern 

Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen „Die Terminkoordination läuft bereits und findet gemeinsam mit den jeweiligen Einrichtungsleitungen oder Arbeitgebern statt“, erläutert Matthias Potthoff, Leiter des Impfzentrums des Kreises Höxter. „Die Impfungen erfolgen je nach Personenkreis entweder im Impfzentren oder vor Ort in den Einrichtungen. Auch das klären wir individuell mit den Leitungen.“ Auch die Lehrkräfte und Beschäftigten an Grundschulen und Förderschulen werden in den nächsten Tagen geimpft. Hierzu werden dem Impfzentrum Brakel in der kommenden Woche rund 1.000 zusätzliche Impfdosen geliefert. „Unser gemeinsames Ziel ist, für die Lehrerinnen und Lehrer so schnell und unbürokratisch wie möglich einen Impftermin zu realisieren, damit sie geschützt werden und der Schulbetrieb weiterhin sichergestellt werden kann. Aufgrund der derzeitigen Auslastung des Impfzentrums müssen diese Impfungen jedoch vormittags stattfinden, da nachmittags bereits die Termine für die Menschen aus der Priorisierungsgruppe 1 vergeben waren. Wir gehen davon aus, dass die Zweitimpfung der Lehrkräfte in zwölf Wochen dann nachmittags stattfinden kann“, erklärt der Schulrat für Grundschulen im Kreis Höxter und Sprecher der Schulräte für den Kreis Höxter, Hubert Gockeln. „Wir haben das zu impfende Personal der Schulen so auf verschiedene Tage aufgeteilt, dass in jedem Fall die Notbetreuung gesichert werden kann. Allerdings muss vorübergehend der Distanzunterricht um ein bis zwei Tage pro Klasse ausgeweitet werden. Die Eltern werden von den Schulen hierüber informiert.“ 

Menschen mit Vorerkrankungen 
Laut der Corona-Impfverordnung des Bundes besteht bei folgenden Menschen ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2:
- Personen mit Trisomie 21,
- Personen nach Organtransplantation,
- Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
- Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt,
- Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
- Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), - Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
- Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
- Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40).

Diesen Personen wird voraussichtlich Ende März ein Impfangebot gemacht. „Das NRW- Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass diese Menschen keinen Antrag auf eine Schutzimpfung stellen müssen. Wie die Terminvergabe realisiert wird, soll noch angekündigt werden“, sagt Krisenstabsleiter Matthias Kämpfer. 

Antrag auf Einzelfallentscheidung bei anderen Erkrankungen möglich 
Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in dieser Liste nicht wiederfinden, können einen Antrag auf eine vorzeitige Coronaschutzimpfung beim Kreis Höxter stellen. Darüber wird dann im Einzelfall entschieden. Hierfür kommen allerdings nur Personen infrage, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund der Seltenheit der Erkrankung oder der besonderen Schwere keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum möglichen Verlauf einer Corona-Infektion vorliegen, aber von einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf auszugehen ist. Dies kann beispielsweise für Menschen gelten, die aufgrund einer unmittelbar anstehenden Chemotherapie ihre Impfberechtigung prüfen lassen wollen. Betroffene benötigen zunächst ein qualifiziertes Zeugnis ihrer behandelnden Ärzte. Es darf nicht vor dem 8. Februar 2021 ausgestellt worden sein. Danach ist ein schriftlicher Antrag – inklusive des Zeugnisses – auf Einzelfallentscheidung beim Kreis Höxter, Abteilung Soziales, Pflege und Schwerbehinderung, zu stellen.

Freitag, 05. März 2021 15:51 Uhr

Kreis Höxter (red). Rund 50 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben bei der Pandemiebewältigung im Kreis Höxter geholfen. Jetzt konnte diese Zahl auf 30 Kräfte reduziert werden. Landrat Michael Stickeln empfing den stellvertretenden Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, der den Soldatinnen und Soldaten im Kreis einen Besuch abstattete. „In solchen Krisenzeiten ist es unsere Aufgabe, die Bevölkerung gezielt zu unterstützen. Wir sind froh, wenn wir zur Verbesserung dieser außergewöhnlichen Situation beitragen können“, so der Generalleutnant. „In dieser Krise zeigt sich einmal mehr: Die Bundeswehr ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Ihre Hilfe in dieser schweren Zeit ist für uns enorm wichtig. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen“, dankte Landrat Michael Stickeln. „Sie leisten damit einen sehr wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft.“ 

Seit November 2020 unterstützen 10 Soldatinnen und Soldaten das Gesundheitsamt des Kreises Höxter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Vier weitere Kräfte übernehmen jetzt noch organisatorische Aufgaben im Impfzentrum in Brakel. Darüber hinaus haben zu Beginn über 20 Soldatinnen und Soldaten mit helfenden Händen das Pflegepersonal in Senioreneinrichtungen kreisweit entlastet. Zusätzlich unterstützten 14 Bundeswehrangehörige bei der routinemäßigen Durchführung von Schnelltests in einigen Pflegeeinrichtungen. Aktuell sind für diese Aufgabe 16 Kräfte der Bundeswehr im Einsatz. Alle im Kreis Höxter eingesetzten Soldatinnen und Soldaten gehören dem ABC-Abwehrbataillons 7 am Standort Höxter an. 

„Wir haben viele positive Rückmeldungen zu ihren Einsätzen erhalten. Die Soldatinnen und Soldaten sind sehr engagiert und freuen sich, dass sie in dieser Ausnahmesituation helfen können“, sagt der Leiter des Kreisverbindungskommandos Höxter, Oberstleutnant Jens Markus. Das Kreisverbindungskommando übernimmt im Krisenstab die beratende und unterstützende Funktion zu allen militärisch unterstützenden Hilfeleistungen.

Foto: Kreis Höxter

Donnerstag, 04. März 2021 14:12 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 3.920 (+17) laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus erfasst. Davon gelten 3.661 (+4) Personen als genesen und 132 (+12) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person aus dem Kreis Höxter, die positiv getestet war, ist verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 127 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben. Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter laut Robert-Koch-Institut am 28. Februar 50, 624 (Stand: 0 Uhr).

  • Bad Driburg 61 (9) 
  • Beverungen 6 (0)
  • Borgentreich 2 (-1) 
  • Brakel 23 (0) 
  • Höxter 13 (+2) 
  • Marienmünster 1 (0) 
  • Nieheim 3 (0) 
  • Steinheim 3 (+1) 
  • Warburg 11 (+1) 
  • Willebadessen 9 (0)
Region Aktiv
Sonntag, 07. März 2021 21:06 Uhr
500 Demonstranten machen ihrem Ärger Luft: Kreise Höxter und Holzminden von Transporten besonders betroffen
Sonntag, 07. März 2021 12:35 Uhr

Diemelstadt (red). Gute Nachricht für alle Schulabgänger, die für 2021 noch einen Ausbildungsplatz suchen: Die Alloheim Senioren-Residenz „Lustgarten“ in Diemelstadt bietet in diesem Jahr zusätzliche Ausbildungsplätze in der Pflege an. Jungen Leuten bietet sich damit die Chance, Karriere in einem äußerst krisensicheren Beruf machen zu können. 

Die Gründe, warum viele Schulabgänger im laufenden Jahr noch keine Zusage oder keinen festen Ausbildungsplatz haben, sind vielfältig und vor allem der fortdauernden Corona-Pandemie geschuldet. Beruflich wäre das Jahr somit quasi „verloren“, da erst wieder im kommenden Jahr die Bewerbungsphase für Ausbildungsplätze beginnt. „Das muss aber nicht sein, denn Teamplayer, die Freude am Umgang mit Menschen haben und die an ihrer Zukunft arbeiten möchten, sind in der Pflegebranche genau richtig und können noch in diesem Jahr bei uns ihre Ausbildung beginnen“, sagt Lothar Koch-Sander, Einrichtungsleiter der Alloheim Senioren-Residenz „Lustgarten“ in Diemelstadt. Wie Koch-Sander unterstreicht, sind die beruflichen Perspektiven bei einer abgeschlossenen Pflegeausbildung „mehr als brillant“. Zudem wird die Ausbildung sehr gut bezahlt. Auch langfristig sind Pflegefachkräfte sehr gefragt. „Mittlerweile bewerben sich auch viele Quereinsteiger aus anderen Berufszweigen“, berichtet Lothar Koch-Sander, „die planbare, dauerhafte Sicherheit, die unsere Berufsbilder bieten, steht bei vielen an oberster Stelle. Sogar dann, wenn man sich in einem höheren Alter für einen Berufswechsel entscheidet und in die Gesundheitsbranche einsteigen möchte. In diesem Jahr haben wir sogar zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen.“ 

Wer sich nun sozusagen, auf den letzten Drücker dazu entschließt, eine Ausbildung in einem pflegerischen Beruf machen zu wollen, sollte sich jetzt noch bewerben. Auch ein Praktikum, in dem man einmal in den Beruf hineinschnuppern kann, ist für Interessierte möglich. Interessant: Wer einen pflegerischen Beruf in einer Alloheim Senioren-Residenz beginnt, bekommt einen Mentor an die Seite gestellt. „Das ist jemand aus unserem Team mit sehr viel Berufserfahrung, der sich der Fragen der Azubis annimmt, viele Tipps gibt und ihnen immer zur Seite steht“, sagt Lothar Koch-Sander, „jede Woche bieten wir Fachunterricht an, in dem schulische Dinge aufgearbeitet werden und man sich im Team auf seine Prüfung vorbereitet.“ Aber auch um die perspektivische Karriere-Entwicklung nach der Ausbildung kümmert sich die Einrichtungsleitung rechtzeitig: So wird schon sehr früh im Rahmen eines Karrierewochenendes mit den Auszubildenden über Weiterbildungsmaßnahmen gesprochen. „Das gestalten wir sehr individuell“, weiß Lothar Koch-Sander, „bislang haben wir noch für jeden den richtigen Job in unserem Unternehmen nach der Ausbildung gefunden.“ 

Schulabgänger, interessierte Quer- oder Wiedereinsteiger, die aktuell noch auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsberuf sind und damit noch in diesem Jahr beginnen wollen, sollten sich darum mit ein paar Zeilen bei der Einrichtungsleitung bewerben oder direkt in der Alloheim Senioren-Residenz vorbeischauen.

Sonntag, 07. März 2021 12:01 Uhr

Kreis Höxter/Holzminden (TKu). 110. internationaler Weltfrauentag am 8. März 2021: Das ist ein Tag, an dem auf Gleichberechtigung und Frauenrechte aufmerksam gemacht werden soll. Das Frauennetzwerk Höxter und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter, Claudia Pelz-Weskamp, starten in dem Zusammenhang jedes Jahr die Frauenaktionswochen, so auch in diesem Jahr. Die 24. Frauenaktionswochen müssen aufgrund der Corona bedingten Pandemielage jedoch erstmals anders stattfinden, als es bislang der Fall war. Öffentliche Veranstaltungen wird es diesmal nicht geben. Um auf das Thema Gleichberechtigung und Frauenrechte aufmerksam zu machen, geht das Frauennetzwerk in den kommenden sechs Wochen andere Wege. In Zusammenarbeit mit der Grafikdesignerin Barbara Fien, die ebenfalls dem Frauennetzwerk angehört, hat das Netzwerk sechs Plakate entworfen, die zum Nachdenken anregen und in den kommenden Wochen auch von unserer Onlinezeitung näher vorgestellt werden sollen. Diese Plakate werden ab Montagvormittag zum internationalen Frauentag in den sechs Schaukästen an den Ortseingängen der Stadt Höxter zu sehen sein. Sie sollen etwa alle sechs Tage einen Schaukasten weitergereicht werden, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Pelz-Weskamp, sodass alle sechs Plakate an allen sechs Ortseingängen zu sehen sein werden. 

In unserer Onlinezeitung werden wir diese Plakate in den kommenden Wochen, begleitend zu den Frauenaktionswochen, ebenfalls näher vorstellen. „Diese betreffen alle Frauen weltweit“, betont die Gleichstellungsbeauftragte. Die Plakate sollen zum Um- und Nachdenken anregen, mal humorvoll, mal provokativ. Ihre Botschaften würden nahezu eine punktgenaue Landung hinlegen, meint Bürgermeister Daniel Hartmann bei der Vorstellung der Plakate in der Volkshochschule in Höxter. Graphisch seien sie so gestaltet, dass sie zum Hinschauen verführten. Da das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte und agierende Frauennetzwerk aus zahlreichen motivierten und engagierten Personen bestehe, die sich nicht so leicht ausbremsen ließen, haben sie sich eine Möglichkeit erdacht, um auch ohne Präsenz-Veranstaltungen auf die Ungleichbehandlungen zwischen Männern und Frauen hinzuweisen – und dies unübersehbar und deutlich, so Bürgermeister Hartmann weiter. Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Pelz-Weskamp sieht noch immer viele Lücken im System. Lebenswege und Berufsplanungen von Frauen seien meist immer noch von Geschlechterrollenklischees geprägt. Nur wenige Mädchen würden ein Studium oder eine Ausbildung im so genannten MINT-Bereich wählen, obwohl es im MINT-Bereich (Abkürzung für: Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik ) gute Verdienstmöglichkeiten gäbe und obwohl dort ein Fachkräftemangel herrsche und gute Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden seien, so Pelz-Weskamp. Frauen würden zudem ungleicher bezahlt. „Dem Beruf ist dein Geschlecht egal. Mach das, woran dein Herz hängt“: Mit diesem Satz appelliert das Frauennetzwerk an alle jungen Frauen und Mädchen, sich finanziell unabhängige Berufe auszuwählen, getreu dem Motto des ersten von uns vorgestellten Plakates: „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“. 

Plakat: „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ 

Es ist das erste Plakat im Rahmen der Frauenaktionswochen, das die Gleichstellungsbeauftragte während der Pressekonferenz vorgestellt hat: Mit diesem ersten Poster möchte das Frauennetzwerk auf zwei Fallen aufmerksam machen. Die erste Falle: Finanzielle Abhängigkeit durch ungünstig gewählte Erwerbstätigkeit. Zahlreiche Frauen seien heute immer noch der Ansicht, dass es sich in der Ehe für sie „nicht lohnt“ arbeiten zu gehen bzw. sozialversicherungspflichtig arbeiten zu gehen oder einen Teilzeitjob aufzustocken. Gründe dafür seien falsche Anreize des Staates wie z. B. das Ehegattensplitting oder die Minijobs. Als zweite Falle nannte Pelz-Weskamp "DIE Interessenlosigkeit" am „Finanzhaushalt“ der Familie. Frauen wären häufig immer noch der Meinung, dass die Finanz- und Verwaltungsdinge in der Familie der Mann und Partner schon richtig regeln würde. Um Frauen aus dieser Komfortzone, wie sie es sagt, herauszuholen, wurde dieses Poster mit dem provozierenden Spruch „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ erstellt. 

Ein Problem sei das Ehegattensplitting, das nach Meinung des Frauennetzwerkes vor allem verheirateten Frauen massive Anreize biete, nicht oder nur geringfügig zu arbeiten. Wegen des Splittings bliebe den Frauen oft bei einem recht geringen, eigenen Einkommen nur wenig davon übrig. Das Ehegattensplitting subventioniere nicht Familien, sondern lediglich Eheschließungen. Denn verheiratete Paare ohne Kinder profitierten von diesem Steuersystem, alleinerziehende Mütter oder Väter oder nicht unverheiratete Eltern dagegen nicht. Der Minijob sollte nach Meinung des Frauennetzwerkes beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase, das viel beschworene Sprungbrett in die reguläre Beschäftigung werden, was aber nicht eingetreten sei, so die Gleichstellungsbeauftragte in ihren Ausführungen. Minijobs würden keine Perspektiven bieten und keinen eigenen Anspruch auf eine Arbeitslosenversicherung, weshalb sie zur Altersarmut beitrügen. Als zweite Falle nannte die Gleichstellungsbeauftragte das Interessenlosigkeit am „Finanzhaushalt“ der Familie: Aus ihrer beruflichen Erfahrung als Gleichstellungsbeauftragte wisse sie, dass zahlreiche Frauen im Fall einer Trennung oder Scheidung plötzlich vor einem finanziellen Fiasko stünden. Dies beträfe auch Frauen, deren Ehemann verstorben sei. 

Sie rät daher den Frauen: „Interessieren Sie sich für die finanziellen Themen in der Familie wie z. B. Steuern, Versicherung, Bewirtschaftung der Bankkonten und Kredite, Kaufverträge, Rechtsstreitigkeiten, Erbangelegenheiten, vielleicht sogar Ehevertrag und jegliche Bankgeschäfte und Vollmachten. Bestehen Sie auf Beteiligung und Aufklärung oder – noch besser – klären Sie sich selber auf! Zum Glück finden Frauen heute viele zielgruppenspezifische Informationen zur Geldanlage und Altersvorsorge. Wir Frauen dürfen uns da nicht bequem zurücklehnen und sagen, die Geldsachen macht schon mein Mann. Wir müssen uns selbst darum kümmern und uns für diese Dinge interessieren, sonst kann es durchaus zu üblen Überraschungen kommen“. In ihrem Statement rät Pelz-Weskamp den Frauen, darauf zu achten, eigene und auskömmliche Ansprüche auf finanzielle Leistungen zu erwirken, was nicht immer einfach sei, wenn die Kinder noch klein sind, aber es sei ist möglich. Frauen müssten realisieren, dass sie für sich selbst verantwortlich bleiben müssen – auch wenn sie verheiratet sind oder in einer Partnerschaft leben. Sie beendete ihr Statement zu dem Plakat „Ein Ehemann ist keine Geldanlage“ mit dem Satz „Denkt mal darüber nach“. In den nächsten Wochen stellen wir von der Onlinezeitung die weiteren fünf Plakate vor mit den Statements des Frauennetzwerkes im Rahmen der diesjährigen Frauenaktionswochen.

Fotos: Thomas Kube 

Samstag, 06. März 2021 12:52 Uhr

Warburg (red). Die evangelische Kirchengemeinde Altkreis Warburg gibt bekannt, dass weiterhin keine Präsenzgottesdienste in den Kirchen gefeiert werden. In der Presbyteriumssitzung am vergangenen Mittwochabend wurde dieser Beschluss gefasst. Die Inzidenzzahlen im Altkreis Warburg sind zwar erfreulicherweise gesunken, „wir möchten aber mit Vorsicht weiter das Infektions-, Impf- und Testgeschehen beobachten,“ sagt Pfarrerin Müller. „Wir können uns vorstellen, vielleicht am Ostersonntag wieder mit Präsenzgottesdiensten zu starten - am Fest der Auferstehung, des neuen Lebens und Neubeginns, natürlich immer abhängig von der dann vorherrschenden Situation.“ Die Offenen Kirchen bleiben in Herlinghausen sonntags von 15-17 Uhr, in Warburg sonntags von 15-17 Uhr. Außerdem können Andachtsbriefe auf der Homepage der Kirchengemeinde aufgerufen werden - unter www.kirche-altkreiswarburg.de In der Passionszeit gibt es online eine Kreuzweg mit Werken des Künstlers Heiner Steine und vielfältiger Musik, zusammengestellt von Pastor Schroeter. Zudem wird es ZOOM-Gottesdienste geben, am Sonntag, dem 14. März, um 11 Uhr. Anmeldungen dazu nimmt Pfarrerin Müller per Mail oder WhatsApp entgegen (Patrizia.Mueller@kk-ekvw.de oder 01608537107), außerdem in der Osternacht morgens um 6 Uhr und am Ostermontag um 11 Uhr. Infos dazu folgen.

Freitag, 05. März 2021 15:48 Uhr

Warburg (red). Es war kein leichter Weg für Mezher Alkaoud. 2015 kam er als syrischer Flüchtling nach Warburg, genauer gesagt ins Flüchtlingscamp nach Dössel. Schritt für Schritt ging es weiter: Nach dem Deutschkurs überzeugten ihn Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsinitiative (heute Zweite Heimat Warburg e.V.) davon, eine Ausbildung zu machen. Denn es war klar, dass er in seinem in Syrien ausgeübten Beruf als Lehrer in Deutschland keine Chance haben würde. Vielen 

Aus einem Praktikum im Jahr 2017 bei der Firma von Werner Ludwig in Hohenwepel wurde ein Ausbildungsplatz zum Anlagenmechaniker im Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Handwerk, kurz SHK-Handwerk. „Das erste Jahr war hart!“ resümiert Mezher Alkaoud rückblickend. Weiter Deutsch lernen, sich die vielen neuen Fachausdrücke aneignen, den deutschen Führerschein machen und dazu die Sorgen, wie es den Angehörigen in Syrien geht. Zum Glück konnte inzwischen seine Frau mit ihrem gemeinsamen Sohn nach fast zweijähriger Trennung nach Deutschland einreisen. Das Betriebsklima bei der Firma Ludwig muss wohl stimmen. Denn Alkaouds Kollege Peter Brechtken (37) arbeitet nun schon seit 21 Jahren im Betrieb, sein 10 Jahre jüngerer Kollege Lars Fricke ist 10 Jahre dabei. Genau wie bei Mezher Alkoud fing alles mit einem Praktikum an, dann kam die Ausbildung zum Gesellen. Auf die Frage, warum sie geblieben sind, antworteten beide ostwestfälisch trocken: „Warum sollten wir weggehen?“ Peter Brechtken sagt dann aber doch noch: „Ich wohne hier in der Nähe und komme mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Arbeit in einem kleineren Familienbetrieb ist abwechslungsreicher als in einem großen Betrieb, es gibt immer wieder eine andere Herausforderung!“ Lars Fricke nickt und ergänzt: „Durch die wechselnden Kunden lernt man sehr unterschiedliche Charaktere kennen, auch das ist interessant!“ Für Mezher Alkaoud, inzwischen zweifacher Familienvater, ist noch ein anderer Aspekt von Bedeutung: „Im Betrieb wurde mir schnell etwas zugetraut und ich konnte schon früh auch selbständig Aufgaben erledigen und hatte nicht das Gefühl nur Handlanger zu sein!“ 

Die anfängliche Sorge von Werner Ludwig, ob mancher Kunde Mezher Alkoud wegen seiner Herkunft vielleicht ablehnen würde, hat sich nie bestätigt. „Ich habe eigentlich immer nur eine positive Resonanz von den Kunden bekommen, was mich richtig freut!“ Würde Werner Ludwig wieder einen Geflüchteten ausbilden? „Natürlich! Wenn derjenige in unseren Betrieb passt, ist es mir egal, ob er ein Deutscher ist oder nicht.“ Es sei aber schwer Auszubildende zu finden, zu lange sei ein Handwerksberuf als minderwertig angesehen worden. Doch Ludwig ist optimistisch: „Die Leute merken langsam wieder, dass das Handwerk ein spannender, abwechslungsreicher Beruf sein kann, der positive Herausforderungen mit sich bringt!“ 

Noch etwas ist wichtig: Viele ungelernte Arbeiter, die mehr Geld verdient haben als Mezher Alkaoud während seiner Ausbildung, sind durch die Coronakrise arbeitslos geworden. Der frisch gebackene Geselle hingegen hat einen festen Arbeitsvertrag bei der Firma Ludwig in der Tasche und kann optimistisch in die Zukunft blicken.

Blaulicht
Sonntag, 07. März 2021 11:56 Uhr
Zwei Radfahrer bei Zusammenstoß gestürzt
Donnerstag, 04. März 2021 14:44 Uhr

Warburg (red). Nach einem schweren Verkehrsunfall am Samstag, 27. Februar, auf der L837 zwischen Warburg-Bonenburg und Willebadessen-Ikenhausen ist der 22-jährige Fahrer an seinen Verletzungen verstorben. 

Der Fahrer war gegen 18.45 Uhr mit einem Audi A3 von Ikenhausen kommend in Fahrtrichtung Bonenburg unterwegs, als der Wagen aus noch unklaren Gründen nach rechts von der Fahrbahn abkam, gegen eine Feldauffahrt prallte, sich überschlug und auf dem Dach liegend auf der Fahrbahn zum Stillstand kam (wir berichteten). 

Der Fahrer, der anscheinend keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte, wurde dabei aus dem Fahrzeug geschleudert. Er wurde bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von zufällig vorbeikommenden Verkehrsteilnehmern versorgt. Mit dem Rettungswagen wurde der 22-Jährige in das Klinikum Kassel gebracht, wo er Mittwoch, 3. März, verstarb.

Donnerstag, 04. März 2021 14:22 Uhr

Warburg (red). Bei einem Einbruch in Warburg-Scherfede erbeuteten Einbrecher am Mittwoch, 03. Februar, mehrere Werkzeuge. Die Unbekannten brachen in eine Werkstatt am Jägerpfad ein und entwendeten mehrere Freischneider und Motorsägen. 

Der Tatort liegt von Warburg kommend hinter der A 44, in der Nähe der B 7 und wurde von den Tätern im Zeitraum von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr aufgesucht. Für den Abtransport des Diebesgutes wurde wahrscheinlich ein Fahrzeug genutzt. Die Schadenssumme liegt im vierstelligen Bereich. 

Die Polizei sucht Zeugen. Wer kann Angaben zu dem Einbruch/ dem Diebesgut machen oder hat entsprechende Beobachtungen gemacht? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Warburg unter der Telefonnummer 05641/78800 entgegen. 

Mittwoch, 03. März 2021 13:15 Uhr

Beverungen (red). Bei einem Unfall auf der L 837 bei Beverungen überschlug sich am Dienstag, 2. Februar, ein Auto. Gegen 9 Uhr fuhr ein 33-Jähriger aus Höxter mit einem Peugeot 206 von Beverungen-Drenke auf der Höxterstraße Richtung Beverungen-Tietelsen. Der Peugeot geriet in einer Rechtskurve ins Schleudern, überschlug sich und kam auf dem Dach liegend linksseitig im Straßengraben zum Stillstand. Der Fahrer konnte das Auto eigenständig verlassen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, welches er nach ambulanter Behandlung verlassen konnte. Die Feuerwehr aus Drenke streute an der Unfallstelle ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Der Landesbetrieb Straßen NRW trug anschließend das im Straßengraben betroffene Erdreich ab. Nach Einschätzung der Polizei entstand an dem Peugeot ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Foto: Polizei Höxter

Dienstag, 02. März 2021 18:24 Uhr

Borgentreich (red). Nach einem Diebstahl mit Waffen in einem Lebensmittelgeschäft in Borgentreich konnte die Polizei am Samstag, 27. Februar, zwei Täter festnehmen. 

Gegen 14.30 Uhr waren zunächst einem aufmerksamen Kunden in dem Einkaufsmarkt an der Natzunger Straße zwei Männer aufgefallen, die Waren in ihrer Kleidung versteckten. Der Zeuge machte zwei Mitarbeiterinnen darauf aufmerksam. Als beide Täter den Kassenbereich mit dem Diebesgut passieren wollten, sprachen die zwei Mitarbeiterinnen die Diebe an. 

Die Männer reagierten direkt aggressiv und schubsten zusammen eine Mitarbeiterin aus dem Weg. Die Verkäuferin verletzte sich dadurch nicht. Die zweite Verkäuferin war noch in der Lage, geistesgegenwärtig die beiden flüchtenden Diebe zu fotografieren. 

Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei die beiden Täter, die in Borgentreich wohnhaft sind, kurz darauf aufgreifen und festnehmen. Neben dem Diebesgut fanden die Polizeibeamten in der Tasche eines Täters ein Klapp-Messer, sowie weitere Tabakwaren, welche vermutlich aus einem unmittelbar zuvor erfolgten weiteren Diebstahl stammen. 

Ein Richter ordnete für den 24-jährigen Dieb, der das Messer bei sich trug, eine Untersuchungshaft an. Für den zweiten Täter ordnete der Richter keine Untersuchungshaft an und entließ den 26-Jährigen direkt nach der Vorführung am Amtsgericht in Paderborn. Hinweise zu den bislang nicht zuzuordnenden Tabakwaren nimmt die Kriminalpolizei unter 05271/962-0 entgegen.

Politik
Sonntag, 07. März 2021 12:31 Uhr
Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Höxter fordern: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“
Montag, 08. Februar 2021 11:05 Uhr

Kreis Höxter (r). Gute Nachrichten für junge Menschen und Betriebe im Kreis Höxter: Mit einer Großinvestition in Höhe von 20 Millionen entsteht in Brakel ein innovatives Bildungszentrum für die Fachkräfte von morgen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart überreichte heute in Düsseldorf gemeinsam mit Regierungspräsidentin Judith Pirscher den Förderbescheid von Bund und Land in Höhe von fast 16 Millionen Euro an Landrat Michael Stickeln und den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky.

Minister Pinkwart hob die Bedeutung des überregional einzigartigen Kooperationsvorhabens hervor, das gemeinsam vom Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg in Brakel realisiert wird. „Damit zeigt der Kreis Höxter: Der Schlüssel zum Erfolg ist eine hochwertige und moderne Ausbildung für die Fachkräfte von morgen“, so Minister Pinkwart.

Begeistert zeigte sich auch Regierungspräsidentin Judith Pirscher von dem Vorhaben: „Damit bieten die beiden Bildungsträger jungen Menschen hervorragende Bildungs- und Ausbildungschancen und unterstützen die heimischen Betriebe durch eine zeitgemäße Ausbildung ihres Nachwuchses – eine Ausbildung, die Schritt hält mit der rasanten Digitalisierung aller Wirtschaftszweige.“ Sie freue sich, dass die öffentliche Hand dem Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg mit dieser erheblichen Förderung helfe, diese wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrzunehmen. Gefördert wird das gemeinsame Investitionsprojekt aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mit einem Zuschuss von 80 Prozent an den Gesamtkosten. Der Kreis Höxter und die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg tragen 20 Prozent des Gesamtbudgets für das Projekt.

„Heute ist ein glücklicher Tag für die Zukunft unseres Kreises Höxter. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist eine Investition in exzellente Ausbildungschancen junger Menschen ein Lichtblick, der nach vorne weist“, sagte Landrat Michael Stickeln. „Mit dem Bildungszentrum schaffen wir einen neuen Leuchtturm am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel. Dies ist für den Kreis Höxter eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte, die nur möglich ist dank der großzügigen Förderung und des Zusammenwirkens mit der Kreishandwerkerschaft“, so Stickeln weiter. Dies bestätige, dass der Kreis und die Kreishandwerkerschaft mit ihrer beispielgebenden Lernortkooperation den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Durch die Investition in den Neubau eines innovativen Bildungszentrums direkt am Berufskolleg Kreis Höxter schaffen wir Zukunft“, gab er seiner Freude über die außerordentlich hohe Förderung Ausdruck.

Noch in diesem Jahr soll am Standort des alten Bildungszentrums im Bohlenweg in Brakel der Grundstein gelegt werden. Voraussichtlich bis Ende 2023 soll dort ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern mit Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehen.

100 Jahre nach Gründung der Kreishandwerkerschaft gehen das Kreisberufskolleg Höxter und die Kreishandwerkerschaft dafür eine außergewöhnliche Lernortkooperation am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel ein. „Für die Qualifizierung des Nachwuchses in den Handwerksberufen im Kreis Höxter bieten sich durch die Lernortkooperation mit dem Kreisberufskolleg viele Vorteile“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Es entstehe ein Lernort mit modernster Ausstattung, der den wachsenden Anforderungen der Betriebe an die Ausbildungsqualität in den Fachbereichen Elektro, Metall, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, Holz und Technik Rechnung trage. „Durch einen energieeffizienten und konzeptionell durchdachten Neubau werden Ressourcen geschont und Raum für zukunftsfähige Verzahnungen zwischen Theorie und Praxis geschaffen“, so Studzinsky. Mit der Förderzusage durch das Land bleibe die Region in der handwerklichen Ausbildung für weitere Generationen zukunftsfähig. Die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg setze sich nunmehr seit genau 100 Jahren für die Belange des Handwerks im ländlichen Kreis Höxter ein und ist seit vielen Jahren regionaler Partner für Betriebe, Innungen, Kammern, Berufsverbände sowie für Berufskollegs, allgemeinbildende Schulen und für das Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit ein anerkannter Bildungsdienstleister.

„Der Kreis Höxter als Schulträger arbeitet seit vielen Jahren konstruktiv und vertrauensvoll mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg zusammen“, sagte Landrat Michael Stickeln. Durch die gemeinsame Planung und Realisierung des neuen Bildungszentrums werde die bewährte Kooperation weiter gefestigt und um zusätzliche Inhalte ergänzt.

„Ziel des neuen Lernortes ist es, eine bedarfsangepasste und nachhaltige Bildungsinfrastruktur für eine hochwertige Ausbildung in Handwerksberufen und in der Ausbildungsvorbereitung zu schaffen“, begrüßte auch der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne, den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg. Davon profitierten nicht nur die beiden Bildungsträger durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergien, sondern vor allem die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe in der Region. Mit exzellent ausgestatteten Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehe ein innovativer Lernort, der durch die Kooperation des Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises und der Kreishandwerkerschaft optimal genutzt werden könne. „Der Bildungscampus bedeutet eine Riesenchance für die qualitative Aufwertung der beruflichen Bildung in unserer Region“, so Urhahne.

Foto: MWIDE NRW

Samstag, 16. Januar 2021 10:45 Uhr

Warburg (r). Bürgermeister Tobias Scherf appelliert eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Warburg, ihre Kontakte soweit es irgendwie geht, zu reduzieren.
Die Corona-Lage in Zeiten der Pandemie ist nach wie vor ernst, was auch die neuesten Virusmutationen zeigen und deutlich machen.

Die Vorgabe, nur einen Kontakt aus einem weiteren Haushalt zu treffen oder zu empfangen, ist absolut notwendig und sinnvoll. Ebenso kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein, ob die 15km-Regel sinnvoll ist. Aber auch hier gilt es, Risiko zu minimieren um eine Streuung der Infektionen aus Gebieten mit sehr hohen Inzidenzen zu vermeiden.

Auch die Hansestadt Warburg und die Verwaltung sind aktiv geworden. So werden derzeit fast alle Gespräche, Sitzungen und Abstimmungen innerhalb der Verwaltung über Online-Sitzungen getätigt. Die Verwaltung der Hansestadt möchte mit gutem Beispiel vorangehen und ebenfalls Kontakte minimieren. Überall wo möglich, wird es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, ihre Arbeit im Homeoffice wahrzunehmen.

Bezüglich der Ratsarbeit in Zeiten der verschärften pandemischen Lage hat Bürgermeister Tobias Scherf weitreichende Vorschläge gemacht, um auch hier die Zahl der Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  • In Abstimmung mit dem Ausschussvorsitzenden für Planung, Bau, Heimat- und Denkmalschutz wurde der Termin am 19. Januar abgesagt.
  • Ein persönliches Treffen der Ortsvorsteher am 01. Februar wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben,
  • Die weitere Konstituierung von Ausschüssen soll nach Verbesserung der pandemischen Lage Schritt für Schritt stattfinden.

 

  • Als Vorsitzender des Rates hat – in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden im Rat - Bürgermeister Tobias Scherf aufgrund der aktuellen Lage vorgeschlagen, die Aufgaben des Rates für die Dauer der festgestellten pandemischen Lage auf den Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss zu übertragen. Die Ratsmitglieder haben diesem mit der notwendigen 2/3-Mehrheit der Mitglieder des Rates im Umlaufbeschluss zugestimmt. Bei 2 Gegenstimmen haben alle weiteren Ratsmitglieder dem Verfahren zugestimmt. Allen weiteren Ratsmitgliedern ermöglicht die Stadtverwaltung eine Online-Sitzungsteilnahme als Zuhörer, um auch diesen gewählten Gremienvertreter den Sitzungsverlauf nachvollziehen zu können.

Für dieses weitreichende Zugeständnis seitens des Rates ist Bürgermeister Tobias Scherf sehr dankbar, da so der Rat seiner Vorbildfunktion für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nachkommt, aber dennoch der Haushalt im gewohnten Umfange in der nächsten Sitzung des Ausschusses eingebracht werden kann.

Wichtig war und ist dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden, dass alle Ratsmitglieder dadurch teilnehmen können.

Da es sich erstmals um ein entsprechendes Verfahren handelt, wird in einem Probelauf für die Ratsmitglieder eine Informationsveranstaltung zum Regionalplan im Vorfeld online stattfinden.

Die pandemische Lage ist seitens des Landtages bis einschließlich 28.01.2021 festgestellt und wird ggf. verlängert. Für diese Dauer gilt auch der Ratsbeschluss, wobei sich der Bürgermeister und die Fraktionsvorsitzenden einig waren, dass es das Ziel ist, wieder in vollem Umfang normal zu tagen. Die weiteren Entscheidungen, ob auch die Sitzung zur Verabschiedung des Haushaltes in dieser eingeschränkten Form stattfinden wird, von der pandemischen Lage in gut 4 Wochen abhängig ist.

Bürgermeister Tobias Scherf dankt den Mitgliedern des Rates für ihr vorbildliches Verhalten und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern: bleiben Sie gesund!

Wirtschaft
Samstag, 20. Februar 2021 10:54 Uhr
Auch im Lockdown sichere vor Ort Angebote nutzen
Mittwoch, 10. Februar 2021 07:23 Uhr

Höxter/Warburg (red). Hilfestellung für eine moderne Digitalisierungs- und Personalpolitik leistet das bundesweite Programm unternehmensWert:Mensch (uWM). Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten, die sich zukunftsfest aufstellen möchten, können noch bis Ende September 2021 eine geförderte Unternehmensberatung beginnen. #### Gerade die dringenden Themen der Digitalisierung und der Arbeitsorganisation können mit Zuschüssen von bis zu 80 % so unterstützt werden. Fragen der Gestaltung von HomeOffice-Strukuren und der Anpassung von Arbeitsabläufen an diese neuen Anforderungen können mit externen Unternehmensberatern erarbeitet und umgesetzt werden.

Darüber hinaus steht mit dem Programmzweig unternehmensWert: Mensch plus auch für größere Betriebe bis 250 Beschäftigte ein Förderinstrument zur Verfügung, das ebenfalls bis zu 80 % der Beratungskosten zuschießt. Hier liegt der Förderschwerpunkt auf Digitalisierungsstrategien, die mithilfe eines externen Beraters erarbeitet werden.

Die GfW Höxter informiert im Vorfeld der Beratung neutral über die Fördermodalitäten und ist ferner berechtigt, Förderschecks zum Beratungsbeginn auszustellen. Als langjähriges und etabliertes Förderprodukt bietet sich dieses Zuschussprogramm für die Unternehmen an.

„Der Start in eine geförderte Unternehmensberatung kann kurzfristig nach dem Informationsgespräch bei der GfW erfolgen“, so Oliver Verhoeven, der als Berater dieses Programm betreut. Über Online- und Videosysteme kann die GfW hier auch auf Distanz kundennah informieren.

Das Beratungsprogramm unternehmensWert: Mensch ist Bestandteil der Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung. Es wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

Foto: red

Mittwoch, 10. Februar 2021 07:16 Uhr

Warburg (red). Um die heimische Wirtschaft in diesen besonderen Zeiten zu unterstützen, ist am 18.12.2020 die Aktion "machbar" gestartet worden. Die Idee hinter der Kampagne: lokal einkaufen, spenden und gewinnen. Ursprünglich war die Aktion bis zum 31.01.2021 befristet, allerdings wird sie aufgrund des anhaltenden Lockdowns nun bis Ende April verlängert. Bereits zum Aktionsstart im Dezember, als die verschärften Maßnahmen für den Einzelhandel noch in der Schwebe standen, haben sich die Projektinitiatoren für eine Verlängerung ausgesprochen, falls der mit 30.000 Euro gefüllte Spendentopf bis zum 31.01. nicht ausgeschöpft sein sollte. Insgesamt zählt die Vereinigte Volksbank über 300 Kassenbons, die bislang auf der Website der Aktion unter v-vb.de/machbar registriert wurden. "Sicherlich sind die harten Corona-Maßnahmen nicht die idealen Bedingungen, weshalb wir uns wünschen, dass zumindest bis in den April hinein alle Geschäfte wieder öffnen dürfen, damit die Aktion "machbar" ihre Früchte tragen kann." schildert Paul Löneke, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank die Hintergründe zur Aktionsverlängerung. "Ziel der Aktion "machbar" ist es, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln einen kleinen, aber dennoch wichtigen Beitrag zur Belebung der heimischen Innenstädte zu leisten und zugleich wohltätige Vereine zu unterstützen - für ein gemeinsames 'morgen'", erklärt Vorstandskollege Birger Kriwet.

Die Devise lautet also auch zukünftig: regional zusammenhalten und Solidarität zeigen. Bis zum 30.04. können weiterhin Kassenbons gesammelt und auf der Aktionsseite v-vb.de/machbar hochgeladen werden. Den Einkaufsbetrag wandelt die Vereinigten Volksbank 1 zu 1 bis maximal 10 Euro als Spende für den guten Zweck um. Von der Aktion ausgeschlossen sind große Supermarktketten, Tankstellen und Baumärkte. Insgesamt sind es 25 wohltätige Institutionen aus dem Kreis Höxter, denen der Erlös zugutekommen soll. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmern Preise von Geschäften aus der Region verlost. Darunter sind Einkaufsgutscheine, Weber-Grillseminare, Schnuppertauchkurse, Reisegutscheine und vieles mehr. Alles rund um die Aktion und die gesamten Gewinnmöglichkeiten können ebenfalls auf der Aktionsseite abgerufen werden.#### "Unter dem Motto: 'Unterstütze deine Region - damit später deine Region für dich da ist' freuen wir uns über jeden, der sich an der Aktion beteiligt, um gemeinsam mit uns das Gemeinwohl im Kreis Höxter zu stärken - für mehr Freude, Erlebnis, Treffpunkt, Vielfalt, Kulinarik und Kultur. Denn als Genossenschaftsbank aus der Region und für die Region ist es seit mehr als 130 Jahren unser Auftrag, für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort ein starker und verlässlicher Partner zu sein", ergänzt Sascha Hofmann, Generalbevollmächtigter der Vereinigten Volksbank die Ausführungen des Vorstandes.

Foto: V-VB

Sport
Samstag, 06. März 2021 12:50 Uhr
Kreissportbund Höxter: Gemeinsam um die Welt gegen Rassismus
Dienstag, 02. März 2021 14:00 Uhr

Warburg (red). In Anlehnung und konform zu den ersten Corona-Lockerungen bieten wir dir (und einer weiteren Person) oder deiner Familie/Hausstand die Gelegenheit, auf der Anlage in der Diemelaue (außer Rasenplatz) Sport und Bewegung zu betreiben. Die Laufbahn lädt ein zu umfangreichen Laufeinheiten und die Boulebahn bietet den ersten Einstieg in das beliebte Hobby. Vorerst nur jeweils mittwochs vom 3. März bis 31.3.2021 in der Zeit von 15 bis 18 Uhr (in Blöcken). Sollten weitere Lockerungen möglich sein, so wird dieses Angebot entsprechend angepasst. Die Nutzung ist nur mit Voranmeldung möglich und jeweils immer erst vier Tage im voraus – Infos und Anmeldungen auf unserer Website www.warburgersv.de und dort unter Termine und Events.

Dienstag, 12. Januar 2021 12:09 Uhr

Nörde (red). Auf Grund der weiterhin anhaltenden Covid-19-Pandemie und der hohen Inzidenz im Kreis verschiebt der Schützenverein Nörde seine für den 23. Januar 2021 geplante Jahreshauptversammlung auf unbestimmte Zeit. Jetzt zähle es die Kontakte zu reduzieren, gar zu vermeiden, so der Vorstand, der allen Mitgliedern und Bürger*innen wünscht, dass sie gesund bleiben oder es wieder werden. Sobald die Situation es zulässt, werde ein neuer Termin festgelegt und die Mitglieder ordnungsgemäß darüber informiert.

Panorama
Montag, 04. Januar 2021 07:57 Uhr
Hochbeete für den Biologischen Gartenbau finden auch im kleinsten Garten einen Platz
Montag, 04. Januar 2021 06:27 Uhr

Düsseldorf (red). Die nordrhein-westfälische Polizei wird in diesem Jahr landesweit eine spezielle Finanzanalyse-Software einführen. Minister Reul: „Wir wollen, dass jeder Finanzermittler dieses neue Werkzeug hat und haben deshalb 200 Lizenzen gekauft.“ Dubiose Immobilienfinanzierungen, der Kauf von Fahrzeugen mit Geldern, deren Herkunft nicht klar ist, der Handel von Rauschgift und Waffen im Darknet oder auch der tagtägliche An- und Verkauf auf Online-Handels-Plattformen: die Finanzwelt ist komplex. Das nutzen Kriminelle, um ihre illegalen Gelder zu verstecken und wieder in den legalen Wirtschaftskreis zurückzuführen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen verstärkt nun ihre Finanzermittlungen und investiert eine halbe Million Euro in Analyse-Software. „Wir gehen hier einen weiteren wichtigen Schritt des Ansatzes ,Follow the Money‘, um Kriminellen das wegzunehmen, was ihnen am meisten am Herzen liegt: ihr ergaunertes Geld“, so Innenminister Herbert Reul. „Mit der Anschaffung von 200 Lizenzen einer in der Finanzwelt etablierten Software geben wir allen Finanzermittlern und Spezialisten für Wirtschaftskriminalität ein neues Werkzeug an die Hand, mit dem sie nun Möglichkeiten haben, die bislang Wirtschaftsprüfern und der Finanzverwaltung vorbehalten waren.“

Beispiele aus der Praxis, bei denen das neue Tool den Ermittlern gute Dienste leisten wird, sind etwa das „Hawala-Banking“, bei dem mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert wird und zu einem späteren Zeitpunkt auf undurchsichtige Art und Weise seinen Weg wieder zurück nach Deutschland findet.

Auch ein denkbarer Fall: Der Geschäftsführer eines Unternehmens rechnet seine finanziellen Möglichkeiten und die seines Unternehmens künstlich klein und bedient verschiedene Konten mit den Geldern der Firma. Ganz aktuell kann das Programm auch genutzt werden, um Massendaten von Corona-Soforthilfeanträgen digital in Tabellenform lesbar und damit auswertbar zu machen. Hier unterstützt sie die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung von Betrugsfällen.

In der organisatorischen Verknüpfung von Strafrecht, Steuerrecht und Vermögensabschöpfung liegt unter anderem der Schlüssel für die Aufklärung von Straftaten, die sich quer durch das Gesetzbuch ziehen. Für die Erhebung komplexer Finanzströme - ohne dass es sich hierbei immer um schwerwiegende Rechtsbrüche handeln muss - hat die nordrhein-westfälische Polizei nun ein neues Mittel, das besonders geeignet ist, um beispielsweise die Gesamtbetrachtung des Finanzstatus einer Person oder Firma zu vereinfachen. Darüber hinaus intensiviert die Software das kooperative Zusammenwirken mit den Steuerfahndungsbehörden. 

„Es ist die logische Folge aus dem Weg, den wir seit Ende 2019 mit dem Einsetzen der Task Force ,Finanzierungsquellen Organisierte Kriminalität‘ im LKA, beschreiten. Vor allem ist es ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer Digitalisierung der nordrhein-westfälischen Polizei“, erklärt der Innenminister.

Dienstag, 03. November 2020 11:31 Uhr

NRW (red). Auch der diesjährige Sommer war außergewöhnlich trocken. Durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt, sind die Wälder in NRW sehr anfällig für Brände. Bei der Bekämpfung nutzen Feuerwehren seit wenigen Wochen eine digitale Waldbrandabwehrkarte von Wald und Holz NRW. Aktuelle Satellitendaten der ESA zur Vitalität der Nadelbäume unterstützen sie bei der Einschätzung der Gefahrenlage und Löschstrategie.

Braune Fichten prägen zurzeit das Landschaftsbild vieler Regionen Nordrhein-Westfales. Sie leiden wie kaum eine andere Baumart am anhaltenden Klimawandel. Hartwig Dolgner, Teamleiter Walderhaltung und Sicherung der Waldfunktionen: „Die letzten Jahre waren im Durchschnitt viel zu trocken. Dadurch steigt auch die Gefahr von Waldbränden. Eine wichtige Aufgabe unserer Forstleute und der Feuerwehr ist es deshalb, potenzielle Gefahrenquellen im Wald zu ermitteln und Brände zu verhindern. Der Vitalitätslayer ist ein hervorragendes Hilfsmittel zur Identifizierung von Waldbrandgefahrenquellen.“

Geodaten-Experten bei Wald und Holz NRW werten daher den Gesundheitszustand von Bäumen mithilfe von Sentinel-2- Satellitenbildern der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) aus. Die Waldbrandabwehrkarte enthält neben der aktuellen Waldbrandgefahr eine Kartenebene (Layer) mit Informationen zur Vitalität der Nadelwälder. Unter www.waldinfo.nrw.de stehen die Karten Privat- und Kommunalwaldbesitzenden sowie Waldinteressierten kostenlos zur Verfügung.

Die Satelliten erfassen zunächst die Chlorophyll-Produktion der Baumkronen. Später erstellen Experten daraus farblich gekennzeichnete Schadstufen. Gesunde Nadelwälder, deren Nadeln viel Chlorophyll herstellen, sind grün gefärbt. Vom Schädling befallene, vertrocknete oder umgeworfene Bäume sowie Kahlflächen sind in der Karte rot markiert. Je dunkler die Fläche, desto stärker ist der Wald durch Borkenkäfer, Dürre oder Stürme geschädigt. Wald und Holz NRW stellt den Vitalitätslayer dem Informationssystem Gefahrenabwehr des Innenmininsteriums (IG NRW) bereit. Dort steht er Feuerwehren und anderen Katastrophenschutzbehörden zur Verfügung. Das interne Portal enthält neben der Waldbrandabwehrkarte auch Karten mit Waldwegen und Wasserentnahmestellen.

Dr. Stefan Franz, Teamleiter Geodateneinsatz von Wald und Holz NRW: „Das kontinuierliche Monitoring der Nadelwälder via SatellitenFernerkundung für das gesamte Bundesland und das direkte Bereitstellen der ausgewerteten Geodaten an alle Feuerwehren und Waldbesitzende ist in dem Umfang bundesweit einzigartig.“ Im Brandfall bietet das Kartenmaterial Feuerwehrleuten eine hilfreiche Orientierung bei der Einschätzung der Lage. Auf geräumten Sturmflächen kann die Sonne zum Beispiel ungehindert auf den Waldboden scheinen und trockenes Gras, Nadeln und Äste in kurzer Zeit entzünden. Auch beschädigte, trockene Fichten sind extrem leicht und schnell entflammbar.

Zu wissen, ob ein Boden- oder Kronenfeuer zu erwarten ist, ist auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte wichtig. Gekennzeichnete Flächen der Stürme von Kyrill und Friederike ergänzen das umfangreiche Kartenangebot. Mit Hilfe der Waldbrandgefahrenkarte können Feuerwehren und Katastrophenschutzbehörden in NRW die aktuelle Situation und das Wissen über vorgeschädigte Waldflächen in ihrer vorbereitenden Einsatzplanung berücksichtigen.

Wald und Holz NRW tauscht sich regelmäßig mit Vertretern der Feuerwehren aus dem Innenministerium aus, damit sowohl die Forstverwaltung als auch die Feuerwehr in NRW im Waldbrandfall gut vorbereitet ist.

Foto: Wald und Holz NRW, Thomas Nilius

Donnerstag, 17. September 2020 08:32 Uhr

Paderborn (red). Die Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter sowie der Wirtschaftsclub schließen sich der Entscheidung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen (IHK) an. Die heimische Wirtschaft steht zum Erhalt des Flughafens Paderborn/Lippstadt und unterstützt das von der Flughafen-Gesellschafterversammlung beschlossene Sanierungskonzept in einer Insolvenz in Eigenverwaltung.

„Ein starker Standort, wie Ostwestfalen-Lippe, braucht einen modernen Flughafen, der in die Zukunft ausgerichtet ist. Mit dem Sanierungskonzept ist der erste richtige Schritt getan, denn es stärkt die Symbiose aus Tourismus und Geschäftsreiseverkehr nachhaltig. Dafür bezieht es ökologische Gesichtspunkte und die aktuellen Entwicklungen rund um die Mobilität der Zukunft mit ein. So hat der Flughafen Paderborn/Lippstadt eine echte Chance auf eine stabile Zukunft“, betont Kevin Taron, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Nicht nachvollziehen können die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub, dass Kritiker den Flughafen als überflüssig bewerten.

„Der Flughafen bietet der heimischen Wirtschaft in der Region einen echten Standortvorteil. Diese Infrastruktur leichtfertig aus der Hand zu geben, wäre fahrlässig, denn wenn der Flughafen erst einmal geschlossen ist, dann bleibt er geschlossen“, so Taron weiter.

Montag, 31. August 2020 11:20 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung wird die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit sicherstellen. „Ich freue mich sehr, dass die wertvollen Angebote der Schulsozialarbeit auch über den 31. Dezember 2020 hinaus in vollem Umfang erhalten bleiben. Entscheidend ist für alle Beteiligten und insbesondere für die Kinder und Familien, die diese Unterstützung brauchen, dass die Finanzierung auch künftig gesichert und so verlässliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Schulsozialarbeit geschaffen werden können“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Minister Laumann erklärte dazu: „Es ist gut, dass die Schulsozialarbeit durch die Zusage der Landesregierung jetzt dauerhaft gesichert ist. Mit der Entscheidung stehen auch Mittel für die dauerhafte Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung. Jugendliche mit schlechteren Startchancen erhalten damit auch künftig die Möglichkeit, mit kontinuierlicher Unterstützung den Schulabschluss zu erreichen und anschließend den Einstieg in eine Berufsausbildung zu schaffen.“

Bereits jetzt finanziert das Land dauerhaft und unbefristet über 760 Stellen im Landesdienst für Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Schulen. Darüber hinaus können Schulen auch Lehrerstellen mit Fachkräften besetzen, wenn der Unterricht ungekürzt erteilt wird. Auf diesem Weg sind bereits über 370 Schulsozialarbeiter beim Land beschäftigt. Bislang finanziert das Land zusätzlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen“ (BuT-Schulsozialarbeit) mit etwa 1.000 Vollzeitstellen für Fachkräfte, die ebenfalls auch im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind, im Gesamtvolumen von 47,7 Millionen Euro. Diese Fachkräfte, die an allen Schulformen arbeiten, werden mit diesen Mitteln von den Kommunen in der Regel befristet beschäftigt. Dieses Landesprogramm ist befristet bis zum Ende des Jahres 2020. 

Die Landesregierung hat mit der heute erreichten Grundsatzeinigung nun beschlossen, die sogenannte BuT-Schulsozialarbeit dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren und so das Angebot aufrecht zu erhalten. An der Konzeption für die Aufgaben und Zuständigkeiten für Schulsozialarbeit und Schnittstelle zur Jugendhilfe wird nach dieser Grundsatzentscheidung über die Landesmittel nun gemeinsam mit den Beteiligten in Schule, Schulaufsicht, Kommunen und Fachverbänden weitergearbeitet.

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